Kupferschlacken

Während der Kanalbauarbeiten im Winter 2003/2004 im Mühlenweg am Rhein wurden alte Kupferschlacken aus der ehemaligen Rheinbreitbacher Bergbauzeit gefunden.

Die Schlacken waren Abfallprodukte der ehemaligen Kupferschmelzhütten im Breitbach-Tal und wurden damals auch zum Befestigen von Fuhrwegen verwendet. Die Virneberger Schmelze lag in der Nähe des späteren Waldschwimmbades und bestand bis etwa 1840. Da die Schmelzverfahren vor 200 Jahren noch nicht richtig ausgereift waren, verblieben um die 10% Kupfer in den Schlacken.
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Ehemalige Mühlen und Wasserräder in Rheinbreitbach

„Als das Wasser des Breitbachs noch arbeiten musste“

Das uralte Kinderlied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ ist wohl jedem bekannt. In Vergessenheit geraten ist jedoch, dass auch der Rheinbreitbacher Hausbach „Breitbach“ in längst vergangenen Zeiten dem Antrieb einer ganzen Reihe von Mühlen und Wasserrädern diente. Die Nutzung des Bachlaufes und dessen Wasserkraft wird sicherlich ein ausschlaggebender Punkt für die Ansiedlung und Gründung des Ortes in fränkischer Zeit (vor 966) gewesen sein. Dieser nannte sich auch ehemals, genau wie der Bach, einfach „Breitbach“. Das offen durch das Dorf fließende Gewässer wurde von den „Breitbachern“ jahrhunderte lang zur Viehtränke, zum Waschen, zum Bewässern der Felder und vielem mehr genutzt. Es hatte somit früher, im Gegensatz zur heutigen Zeit, eine sehr große Bedeutung.
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Alte Hohlwege in Rheinbreitbach

Wandert man von der Rheinbreitbacher Breiten Heide, bergan am Virneberg vorbei in Richtung Osten, so stößt man auf eine Vielzahl alter Gräben die stellenweise mehrere Meter tief den Hang durchschneiden. Auf den ersten Blick kann man sich die Bedeutung nicht erklären, kürzlich sind jedoch in einem dieser Gräben tief ausgefahrene Karrenspuren entdeckt worden und man kommt so langsam darauf, dass es sich um ehemalige Hohlwege und damit um Zeugnisse von jahrhundertelangem Transportverkehr von Rheinbreitbach in den Westerwald handelt.

Ausgefahrende Karrenspuren in Fels

Ausgefahrende Karrenspuren in Fels

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Bergbau-Ausstellung im Heimatmuseum

Im Bergbauzimmer des Rheinbreitbacher Heimatvereins halten wir eine kleine, aber feine Bergbauausstellung für Sie bereit.

Aus der Sammlung von Josef Schultheis sind viele alte bergmännische Werkzeuge (sogenanntes Gezähe) zu sehen, die vor Jahren auf den Halden der Rheinbreitbacher Bergwerke gefunden wurden. In den Vitrinen befinden sich zudem alte Grubenbücher, an den Wänden Texttafeln die die Geschichte des Bergbau übersichtlich erläutern. Betrachenswert ist auch die alte Kirchenfahne des St. Josephs-Bürgervereins, der von der Bergwerksknappschaft abstammt, und dessen Fahne eine ausdrucksvolle Symbolik aufweist.
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Brandkorps

Neues von den Anfängen der Rheinbreitbacher Feuerwehr

Oder: Als beim Brandkorps noch „die Drücker“ vereidigt wurden

Auch schon im 19. Jahrhundert setzten die Rheinbreitbacher der Feuergefahr eine schlagkräftige Truppe entgegen. Und zwar ein 50-köpfiges Brandkorps.

Feuerwehrhelm

Feuerwehrhelm

Noch vor einigen Jahren erstellte Josef Schultheis eine lesenswerte und umfangreiche Chronik zum 75-jährigen Jubiläum der 1908 gegründeten freiwilligen Feuerwehr. Von den Vorläufern der Feuerwehr war damals und bis vor kurzem nur sehr wenig bekannt.

Dennoch tauchen sie manchmal unverhofft wieder auf, die Namen der Ur- und Ururgroßväter. So wurde dem Heimatverein vor einiger Zeit vom Unkeler Stadtarchivar ein altes Protokollbuch des Rheinbreitbacher Gemeinderates aus der Zeit von 1846-1879 als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Das Buch birgt wahrscheinlich noch viele unbekannte „Schätze“, denn die handgeschriebene alte deutsche Schrift ist für moderne Zeitgenossen nur schwerlich zu entziffern. Aber die Freunde der Heimat- und Feuerwehr-Geschichte haben Glück, die vielen bekannten Familiennamen der Mitglieder des Brandkorps fallen einem beim Durchsehen des alten Dokuments schnell ins Auge.
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